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Die Kampagne zum Verbot von Killer-Robotern fordert die Bundesregierung auf, bei der Installation bzw. Verhandlung eines neuen Vertrages zum Verbot von Killer-Robotern aktiv mitzuwirken. Im Vergangenen September forderte der deutsche Außenminister Heiko Maas die Staatengemeinschaft auf, “ein Verbot völlig autonomer Waffensysteme zu erlassen – ehe es zu spät ist!”

Diese Waffensysteme würden eine moralische Grenze überschreiten, Rechenschaftslücken schaffen und eine Vielzahl anderer ernsthafter Bedenken auslösen. Es ist an der Zeit, dass Deutschland und andere Staaten eine deutliche politische Führung demonstrieren, in Bezug auf den Beginn von Verhandlungen über einen neuen, verbindlichen internationalen Vertrag zum Verbot von Waffensystemen, die Ziele ohne menschliche Kontrolle selektieren und angreifen können.

Medien sind auch eingeladen, eine Aktion der Kampagne am 21. März um 9:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor mit
einem Roboter und Aktivisten zu filmen und zu fotografieren.
Medien können sich auch für eine Öffentliche Veranstaltung der Kampagne am 21. März um 18:00 Uhr im Admiralspalast registrieren.

Datum & Zeit: 21. März 2019 um 11:00
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum Nr. 4, Schiffbauerdamm 40 I Sprecher*innen: Jody Williams, Friedensnobelpreisträgerin – Prof. Noel Sharkey, Robotiker – Thomas Küchenmeister Direktor Facing Finance – Mary Wareham, Kampagnenkoordinatorin von Human Rights Watch

Link: http://www.facing-finance.org/de/2019/03/die-kampagne-zum-verbot-von-killer-robotern-kommt-am-21-maerz-2019-nach-berlin/

#deutschland #berlin #veranstaltung #politik #wirtschaft #forschung #militarismus #technologie #interessiert


 
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Die Kampagne zum Verbot von Killer-Robotern fordert die Bundesregierung auf, bei der Installation bzw. Verhandlung eines neuen Vertrages zum Verbot von Killer-Robotern aktiv mitzuwirken. Im Vergangenen September forderte der deutsche Außenminister Heiko Maas die Staatengemeinschaft auf, “ein Verbot völlig autonomer Waffensysteme zu erlassen – ehe es zu spät ist!”

Diese Waffensysteme würden eine moralische Grenze überschreiten, Rechenschaftslücken schaffen und eine Vielzahl anderer ernsthafter Bedenken auslösen. Es ist an der Zeit, dass Deutschland und andere Staaten eine deutliche politische Führung demonstrieren, in Bezug auf den Beginn von Verhandlungen über einen neuen, verbindlichen internationalen Vertrag zum Verbot von Waffensystemen, die Ziele ohne menschliche Kontrolle selektieren und angreifen können.

Medien sind auch eingeladen, eine Aktion der Kampagne am 21. März um 9:00 Uhr vor dem Brandenburger Tor mit
einem Roboter und Aktivisten zu filmen und zu fotografieren.
Medien können sich auch für eine Öffentliche Veranstaltung der Kampagne am 21. März um 18:00 Uhr im Admiralspalast registrieren.

Datum & Zeit: 21. März 2019 um 11:00
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum Nr. 4, Schiffbauerdamm 40 I Sprecher*innen: Jody Williams, Friedensnobelpreisträgerin – Prof. Noel Sharkey, Robotiker – Thomas Küchenmeister Direktor Facing Finance – Mary Wareham, Kampagnenkoordinatorin von Human Rights Watch

Link: http://www.facing-finance.org/de/2019/03/die-kampagne-zum-verbot-von-killer-robotern-kommt-am-21-maerz-2019-nach-berlin/

#deutschland #berlin #veranstaltung #politik #wirtschaft #forschung #militarismus #technologie #interessiert


 

Urban Honeybeez Are Precise Pollution Detectivez


A new study on pollution reveals that proof isn’t in the pudding — it’s in the honey. Research carried out in partnership between the nonprofit Hives for Humanity and the University of British Columbia showed that honey collected from urban beehives can accurately measure how polluted a city is. This means that honey isn’t just a byproduct of bee regurgitation — it’s also a way to closely monitor changes in the environment.

Writing in Nature Sustainability, the study’s authors explain that this study is the first of its kind in North America. They specifically analyzed honey collected from beehives in six Metro Vancouver neighborhoods — testing for levels of lead, zinc, copper, and other elements. The good news for Vancouver was that the chemical composition of this Canadian honey demonstrated that the city is “extremely clean.” But that doesn’t mean that human influence didn’t affect the honey at all — they found that the closer a hive was to the downtown metro, the higher the chance the hive’s honey contained elevated concentrations of lead, which is toxic at high concentrations.

Link: https://www.inverse.com/article/53950-bee-hive-honey-pollution-monitors

#canada #germany #science #research #biology #chemistry #interessiert


 

Urban Honeybeez Are Precise Pollution Detectivez


A new study on pollution reveals that proof isn’t in the pudding — it’s in the honey. Research carried out in partnership between the nonprofit Hives for Humanity and the University of British Columbia showed that honey collected from urban beehives can accurately measure how polluted a city is. This means that honey isn’t just a byproduct of bee regurgitation — it’s also a way to closely monitor changes in the environment.

Writing in Nature Sustainability, the study’s authors explain that this study is the first of its kind in North America. They specifically analyzed honey collected from beehives in six Metro Vancouver neighborhoods — testing for levels of lead, zinc, copper, and other elements. The good news for Vancouver was that the chemical composition of this Canadian honey demonstrated that the city is “extremely clean.” But that doesn’t mean that human influence didn’t affect the honey at all — they found that the closer a hive was to the downtown metro, the higher the chance the hive’s honey contained elevated concentrations of lead, which is toxic at high concentrations.

Link: https://www.inverse.com/article/53950-bee-hive-honey-pollution-monitors

#canada #germany #science #research #biology #chemistry #interessiert


 

Totes Meer: Zwölfte Schriftrollen-Höhle entdeckt



Bei Ausgrabungen im Gebiet von Qumran sind nun Oren Gutfeld von der Hebräischen Universität Jerusalem und seine Kollegen auf eine zuvor unbekannte zwölfte Höhle gestoßen. In ihr entdeckten die Archäologen in Nischen entlang der Höhlenwand zahlreiche zerbrochen Tonkrüge, die ebenfalls aus der Zeit des zweiten Tempels von Jerusalem stammten und damit genauso alt waren wie die Tongefäße in den Höhlen mit Schriftrollen.

#israel #wissenschaft #forschung #archäologie #religion #geschichte #historie #interessiert


 

Totes Meer: Zwölfte Schriftrollen-Höhle entdeckt



Bei Ausgrabungen im Gebiet von Qumran sind nun Oren Gutfeld von der Hebräischen Universität Jerusalem und seine Kollegen auf eine zuvor unbekannte zwölfte Höhle gestoßen. In ihr entdeckten die Archäologen in Nischen entlang der Höhlenwand zahlreiche zerbrochen Tonkrüge, die ebenfalls aus der Zeit des zweiten Tempels von Jerusalem stammten und damit genauso alt waren wie die Tongefäße in den Höhlen mit Schriftrollen.

#israel #wissenschaft #forschung #archäologie #religion #geschichte #historie #interessiert


 

Keuchhusten-Welle erfazzt Deutschland



Keuchhusten beginnt häufig mit ein bis zwei Wochen andauernden, leichten Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten und Schwächegefühl. Danach folgt typischerweise ein langwieriger, trockener Husten, bei dem es vor allem nachts zu krampfartigen Hustenstößen kommt. Die Infektion dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Nur im Frühstadium lässt sie sich erfolgreich mit Antibiotika bekämpfen.

Link: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/keuchhusten-welle-erfasst-deutschland-a-1133631.html

#deutschland #medizin #gesellschaft #menschen #impfen #impfung #kinder #interessiert


 

Keuchhusten-Welle erfazzt Deutschland



Keuchhusten beginnt häufig mit ein bis zwei Wochen andauernden, leichten Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten und Schwächegefühl. Danach folgt typischerweise ein langwieriger, trockener Husten, bei dem es vor allem nachts zu krampfartigen Hustenstößen kommt. Die Infektion dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Nur im Frühstadium lässt sie sich erfolgreich mit Antibiotika bekämpfen.

Link: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/keuchhusten-welle-erfasst-deutschland-a-1133631.html

#deutschland #medizin #gesellschaft #menschen #impfen #impfung #kinder #interessiert


 

Nestlé darf weiter Wasser "stehlen"



Nestlé hat grünes Licht gegeben dass Abfüllen von Wasser im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien fortsetzen, um vom Wasser des National Forest zu profitieren.

Seit Jahren wehren sich die verzweifelten Bewohner in den kleinen amerikanischen Städten gegen diese perverse Firmenpolitik.

In einer aktuellen Wende zum Schlechteren gab in Kalifornien ein Bundesrichter nun dem Schweizer Unternehmen die Erlaubnis die kostenlose Entnahme von Wasser aus dem San Bernardino National Forest fortzusetzen, die im Jahr 1988 ausgelaufen war.




Doch damit nicht genug, und trotz aller Skandale ... das Unternehmen wächzt weiter:
Doch in den ersten neun Monaten wuchs Nestlé nur um 3,3 Prozent und damit langsamer als von Experten erwartet, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor allem in Europa und Asien kam der Konzern nicht recht vom Fleck – auch weil Preiserhöhungen angesichts der mauen Konjunktur nur in geringem Maß möglich waren.

wobei ich finde, dazz "nur 3,3 Prozent" bei einem Konzern wie Nestlé noch zu viel ist.

Eine sichere Anlage für (schmutzige) Profite: http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/Apple-Aktie-Nestl%C3%A9-und-Co-Die-neun-besten-Aktien-der-Welt-1001436214

#deutschland #usa #schweiz #wirtschaft #business #schmutzigeProfite #kapitalismus #MenschenRechte #interessiert


 

Nestlé darf weiter Wasser "stehlen"



Nestlé hat grünes Licht gegeben dass Abfüllen von Wasser im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien fortsetzen, um vom Wasser des National Forest zu profitieren.

Seit Jahren wehren sich die verzweifelten Bewohner in den kleinen amerikanischen Städten gegen diese perverse Firmenpolitik.

In einer aktuellen Wende zum Schlechteren gab in Kalifornien ein Bundesrichter nun dem Schweizer Unternehmen die Erlaubnis die kostenlose Entnahme von Wasser aus dem San Bernardino National Forest fortzusetzen, die im Jahr 1988 ausgelaufen war.




Doch damit nicht genug, und trotz aller Skandale ... das Unternehmen wächzt weiter:
Doch in den ersten neun Monaten wuchs Nestlé nur um 3,3 Prozent und damit langsamer als von Experten erwartet, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor allem in Europa und Asien kam der Konzern nicht recht vom Fleck – auch weil Preiserhöhungen angesichts der mauen Konjunktur nur in geringem Maß möglich waren.

wobei ich finde, dazz "nur 3,3 Prozent" bei einem Konzern wie Nestlé noch zu viel ist.

Eine sichere Anlage für (schmutzige) Profite: http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/Apple-Aktie-Nestl%C3%A9-und-Co-Die-neun-besten-Aktien-der-Welt-1001436214

#deutschland #usa #schweiz #wirtschaft #business #schmutzigeProfite #kapitalismus #MenschenRechte #interessiert


 

Monsanto auf der Anklagebank



Den Haag, Niederlande (Weltexpress). Im niederländischen Den Haag wird an diesem Woche ein Prozess geführt. Die Monsanto-Tribunal genannte Veranstaltung ist ein Scheinprozess. Mehr war bisher für Umweltaktivisten nicht möglich. Immerhin haben die Aktivisten Juristen gefunden, die gegen Monsanto Anklage erheben, die in dem öffentlichen Forum in Den Haag über Recht und Unrecht entscheiden. Auf dem Monsanto-Tribunal wird wie bei einem ordentlichen Gericht geurteilt. Und das ist gut so.


Impression vom Monsanto-Tribunal in Den Haag, 2016-10-14. © Foto: Anabel Schnura, 2016

Zwar sind „nach den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte … Unternehmen“ wie Monsanto „zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet“, schreibt Regina Schwarz in der Tageszeitung „Junge Welt“ (www.jungewelt.de, 15.10.2016), wozu „auch das Recht auf Leben, auf Gesundheit und auf eine gesunde Umwelt“ gehöre, dennoch gebe es „bis heute kein offizielles Rechtsinstrument, das die strafrechtliche Verfolgung von Konzernen wegen Verbrechen gegen die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ ermögliche.

Deswegen sind Volkstribunale wie gegen den Chemiegiganten Monsanto wichtig und richtig. Der Ort ist zudem klug gewählt. Den Haag ist nicht nur Parlaments- und Regierungssitz des Königreichs der Niederlande, sondern Sitz des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs. Wo sind Kriegsverbrecher verantworten müssen, wird Monsanto wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und wegen „Ökozids“ angeklagt. Einer der Ankläger ist Dr. Jackson Nyamuya Maogoto. Er ist Dozent für Internationales Recht an der Universität Manchester.

Der laut Wikipedia „1901 gegründeter und seit 1927 börsennotierter Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri, der Niederlassungen in 61 Ländern hat“, lehnte die Einladung zur Verteidigung auf diesem Volkstribunal ab. Sogar die Annahme der Einladung soll, darauf wurde auf der gestrigen Pressekonferenz in Den Haag hingewiesen, verweigert worden sein. Trotzdem erklärte Monsanto in einem offenen Brief, dass das Tribunal ein „Scheinprozess“ sei, „bei dem Kritiker, die gegen landwirtschaftlichen Fortschritt und gegen Monsanto sind, die Organisatoren, den Richter und die Jury spielen, und bei dem das Ergebnis von vornherein feststeht.“

Immagine/foto

Das wundert wenig, wenn man sich die Zeugen der Anklage anschaut: Michael Heussen, WDR Köln, tut das, ist in Den Haag vor Ort, und berichtet in der Tagesschau (www.tagesschau.de, 15.10.2016) wie folgt: „Bauern, Imker und Gesundheitsexperten aus Nord- und Südamerika, Asien und Afrika berichten über die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden, die durch das Unternehmen Monsanto, seine Produkte und seine Geschäftspraktiken entstanden sein sollen. Die indische Umweltaktivistin Vandana Shiva etwa spricht von 300.000 indischen Bauern, die sich wegen Monsanto das Leben genommen haben. Das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird angeprangert, weil es krebserregend sein soll.“

Monsanto vor Gericht und fünf Richter aus Argentinien, Mexiko, Kanada, Senegal und Belgien werden urteilen. Eine der Richter ist die Ex-Vizepräsidentin des Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, Françoise Tulkens. Das Tribunal steht also unter einem guten Stern und unter der Schirmherrschaft der französischen Filmemacherin Marie-Monique Robin. Zur Organisation werden weitere Intellektuelle wie Dr. Vandana Shiva aus Indien gezählt.

Ihnen allen soll es gelingen, wie Schwarz schreibt, „ein internationalen Standards entsprechendes Rechtsgutachten zu erstellen, um künftig das Verbrechen ‚Ökozid‘ in das internationale Strafrecht einbinden zu können“.

Zu den fünf Richtern des Tribunals gehört die ehemalige Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Françoise Tulkens. Einer der Ankläger, . Er zieht einen historischen Vergleich: »Als in den Nürnberger Prozessen deutsche Industrielle für die Unterstützung der deutschen Kriegsanstrengungen zur Verantwortung gezogen worden sind, wurde zugleich rechtskräftig anerkannt, dass das Verhalten privater Industrieller für das internationale Strafrecht relevant ist. (…) Die Entscheidungsträger von Unternehmen können für ihre Verbrechen nach internationalem Recht belangt werden.«

Heute und morgen wird laut Schwarz „verhandelt, ob das Unternehmen das Recht auf Nahrung gemäß Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verletzt hat, ob es die in Artikel 15 Absatz 3 garantierte Forschungsfreiheit verletzt hat, ob es sich gemäß Artikel 8 Absatz 2 des Statuts des Internationalen Strafgerichtshof zum Komplizen von Kriegsverbrechen gemacht hat und ob die Tätigkeit von Monsanto den Tatbestand des Ökozids erfüllt“.

Mit der Verkündung des Urteils wird noch diesen Dezember gerechnet, doch das bliebe rechtlich nicht bindend, weder für Monsanto noch für Bayer.

Die Aktivisten und Campaigner beweisen beim Monsanto-Tribunal in Den Haag das, was Noam Chomsky 1970 für sie definierte: „Die Rolle der Intellektuellen und radikalen Aktivisten besteht im Beurteilen und Bewerten, im Überzeugen und Organisieren, und nicht in der Machtergreifung und Herrschaft.“ Schon jetzt ist in diesem Sinne das Monsanto-Tribunal ein voller Erfolg.

*Quelle: weltexpress**

#niederlande #holland #usa #deutschland #justiz #ökologie #natur #umweltschutz #gesellschaft #medien #interessiert


 

Monsanto auf der Anklagebank



Den Haag, Niederlande (Weltexpress). Im niederländischen Den Haag wird an diesem Woche ein Prozess geführt. Die Monsanto-Tribunal genannte Veranstaltung ist ein Scheinprozess. Mehr war bisher für Umweltaktivisten nicht möglich. Immerhin haben die Aktivisten Juristen gefunden, die gegen Monsanto Anklage erheben, die in dem öffentlichen Forum in Den Haag über Recht und Unrecht entscheiden. Auf dem Monsanto-Tribunal wird wie bei einem ordentlichen Gericht geurteilt. Und das ist gut so.


Impression vom Monsanto-Tribunal in Den Haag, 2016-10-14. © Foto: Anabel Schnura, 2016

Zwar sind „nach den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte … Unternehmen“ wie Monsanto „zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet“, schreibt Regina Schwarz in der Tageszeitung „Junge Welt“ (www.jungewelt.de, 15.10.2016), wozu „auch das Recht auf Leben, auf Gesundheit und auf eine gesunde Umwelt“ gehöre, dennoch gebe es „bis heute kein offizielles Rechtsinstrument, das die strafrechtliche Verfolgung von Konzernen wegen Verbrechen gegen die menschliche Gesundheit und die Umwelt“ ermögliche.

Deswegen sind Volkstribunale wie gegen den Chemiegiganten Monsanto wichtig und richtig. Der Ort ist zudem klug gewählt. Den Haag ist nicht nur Parlaments- und Regierungssitz des Königreichs der Niederlande, sondern Sitz des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs. Wo sind Kriegsverbrecher verantworten müssen, wird Monsanto wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und wegen „Ökozids“ angeklagt. Einer der Ankläger ist Dr. Jackson Nyamuya Maogoto. Er ist Dozent für Internationales Recht an der Universität Manchester.

Der laut Wikipedia „1901 gegründeter und seit 1927 börsennotierter Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri, der Niederlassungen in 61 Ländern hat“, lehnte die Einladung zur Verteidigung auf diesem Volkstribunal ab. Sogar die Annahme der Einladung soll, darauf wurde auf der gestrigen Pressekonferenz in Den Haag hingewiesen, verweigert worden sein. Trotzdem erklärte Monsanto in einem offenen Brief, dass das Tribunal ein „Scheinprozess“ sei, „bei dem Kritiker, die gegen landwirtschaftlichen Fortschritt und gegen Monsanto sind, die Organisatoren, den Richter und die Jury spielen, und bei dem das Ergebnis von vornherein feststeht.“

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Das wundert wenig, wenn man sich die Zeugen der Anklage anschaut: Michael Heussen, WDR Köln, tut das, ist in Den Haag vor Ort, und berichtet in der Tagesschau (www.tagesschau.de, 15.10.2016) wie folgt: „Bauern, Imker und Gesundheitsexperten aus Nord- und Südamerika, Asien und Afrika berichten über die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden, die durch das Unternehmen Monsanto, seine Produkte und seine Geschäftspraktiken entstanden sein sollen. Die indische Umweltaktivistin Vandana Shiva etwa spricht von 300.000 indischen Bauern, die sich wegen Monsanto das Leben genommen haben. Das von Monsanto hergestellte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird angeprangert, weil es krebserregend sein soll.“

Monsanto vor Gericht und fünf Richter aus Argentinien, Mexiko, Kanada, Senegal und Belgien werden urteilen. Eine der Richter ist die Ex-Vizepräsidentin des Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, Françoise Tulkens. Das Tribunal steht also unter einem guten Stern und unter der Schirmherrschaft der französischen Filmemacherin Marie-Monique Robin. Zur Organisation werden weitere Intellektuelle wie Dr. Vandana Shiva aus Indien gezählt.

Ihnen allen soll es gelingen, wie Schwarz schreibt, „ein internationalen Standards entsprechendes Rechtsgutachten zu erstellen, um künftig das Verbrechen ‚Ökozid‘ in das internationale Strafrecht einbinden zu können“.

Zu den fünf Richtern des Tribunals gehört die ehemalige Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Françoise Tulkens. Einer der Ankläger, . Er zieht einen historischen Vergleich: »Als in den Nürnberger Prozessen deutsche Industrielle für die Unterstützung der deutschen Kriegsanstrengungen zur Verantwortung gezogen worden sind, wurde zugleich rechtskräftig anerkannt, dass das Verhalten privater Industrieller für das internationale Strafrecht relevant ist. (…) Die Entscheidungsträger von Unternehmen können für ihre Verbrechen nach internationalem Recht belangt werden.«

Heute und morgen wird laut Schwarz „verhandelt, ob das Unternehmen das Recht auf Nahrung gemäß Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verletzt hat, ob es die in Artikel 15 Absatz 3 garantierte Forschungsfreiheit verletzt hat, ob es sich gemäß Artikel 8 Absatz 2 des Statuts des Internationalen Strafgerichtshof zum Komplizen von Kriegsverbrechen gemacht hat und ob die Tätigkeit von Monsanto den Tatbestand des Ökozids erfüllt“.

Mit der Verkündung des Urteils wird noch diesen Dezember gerechnet, doch das bliebe rechtlich nicht bindend, weder für Monsanto noch für Bayer.

Die Aktivisten und Campaigner beweisen beim Monsanto-Tribunal in Den Haag das, was Noam Chomsky 1970 für sie definierte: „Die Rolle der Intellektuellen und radikalen Aktivisten besteht im Beurteilen und Bewerten, im Überzeugen und Organisieren, und nicht in der Machtergreifung und Herrschaft.“ Schon jetzt ist in diesem Sinne das Monsanto-Tribunal ein voller Erfolg.

*Quelle: weltexpress**

#niederlande #holland #usa #deutschland #justiz #ökologie #natur #umweltschutz #gesellschaft #medien #interessiert